Bettina Rheims

Bettina Rheims

Bettina Rheims‘ (*1952 in Neuilly-sur-Seine) künstlerische Karriere begann Ende der 1970er-Jahre nach einer kurzen Tätigkeit als Model, wobei ihr Interesse fortan der Weiblichkeit in all ihren erotischen und voyeuristischen Facetten galt. Neben der Zusammenarbeit mit angesehenen Modemagazinen und Werbeagenturen – für die sie Models wie Kate Moss, Naomi Campbell oder Claudia Schiffer fotografierte – publizierte Bettina Rheims diverse Fotobände, darunter »Female Trouble«(1991) und »Chambre Close«(1992).

Mit der Serie »Modern Lovers«und dem Buchprojekt »Kim«, welches in intensiver Zusammenarbeit mit der Transsexuellen Kim Harlow entstand, entwickelte sich ein Interesse an der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Thematik Transsexualismus und Transgender. Bei ihrem Projekt »Modern Lovers« bezieht sie sich auf das Spiel mit der Androgynität. Die Grundlage ihrer Arbeit ist die Überzeugung, dass jeder Mensch beide Seiten in sich trägt, eine männliche und eine weibliche. Mit den Werken aus der Serie »Gender Studies« wirbt sie für das Verständnis von Transgender und zeigt mit ihren Porträtierten wie dem australischen Model Andrej Pejic, dass sexuelle Flexibilität dem Individuum viel Freiheit innerhalb der eigenen Identität einräumt.

Von ihrer Heimatstadt Paris wurde Bettina Rheims 1994 der Grand Prix de la Photographie vergeben, eine Anerkennung für die visuelle Auseinandersetzung mit Projektthemen wie der sexuellen Orientierung, aber auch für ihre erotisch elektrisierenden Inszenierungen des weiblichen Körpers. Das imposante Schaffenswerk von Bettina Rheims wird in internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter unter anderem in Helsinki, Moskau, Hongkong, London und Berlin.

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Paris.

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