Robert Lebeck

Robert Lebeck

Robert Lebeck (1929–2014) wurde bereits als 15-jähriger Schüler eingezogen und geriet als Flakhelfer an der Ostfront in Gefangenschaft. Nach dem Krieg studierte er in den USA Ethnologie und ging 1949 nach New York. Zum 23. Geburtstag bekam Lebeck seine erste Kamera geschenkt und entdeckte seine Passion und Berufung. Zunächst arbeitete er als freier Fotograf für Heidelberger Tageszeitungen, doch schon nach vier Monaten gelang es dem jungen Lebeck eines seiner Adenauer-Fotos auf der Titelseite der »Rhein-Neckar-Zeitung« zu platzieren. 1955 wechselte er zum Magazinjournalismus, zunächst als Leiter des Redaktionsbüros der »Revue« in Frankfurt am Main und ab 1960 als Fotoreporter für »Kristall« in Hamburg. Seine ungewöhnlichen Fotoreportagen machten den damaligen Herausgeber des »Stern«, Henri Nannen, auf ihn aufmerksam. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe war 1962 Schauplatz für seine erste Einzelausstellung. 1966 gesellte sich Robert Lebeck zu dem legendären Kreis der »Stern«-Fotografen und bis auf ein kurzes Zwischenspiel von 1977 bis 1978 – als Chefredakteur der »Geo« – blieb er dem Hamburger Magazin treu. Mittels seiner Fotografien dokumentierte und beschrieb Robert Lebeck Zeitgeschichte und prägte den Fotojournalismus Deutschlands seit den 1950er Jahren. Zudem realisierte er eine lange Porträtserie von Politikern, Dichtern, Autoren und Künstlern. 1991 wurde ihm von der Gesellschaft für Photographie der Dr. Erich Salomon-Preis und 2002 der Infinity Award von der I.C.P. Of New York verliehen. Im Jahr 2007 erhielt Lebeck als erster Fotograf, den Henri Nannen Award für seine Karriere. Nachdem CAMERA WORK eine große Einzelausstellung von Robert Lebeck im Jahr 2004 präsentierte, widmete ihm der Martin Gropius Bau 2008 eine umfassende Retrospektive.

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